Shetland- und Southdownschafe

Seid Juli 2020, leben wir mit einer kleinen Herde von Southdownschafen zusammen, der inzwischen zwei Shetlandschafe beigetreten sind.

Southdownschafe sind eine von 2 mir bekannte Rassen, welche die Rinde von Bäumen nicht abschälen und dafür ideal für die Beweidung von Nuss- und Streuobstwiesen geeignet sind, inzwischen werden sie auch in Weinbergen eingesetzt.

Unsere Beobachtungen sind, das die Schafe ab, ca. 10 Monaten es nicht mehr schaffen sich auf die Hinterbeine zu stellen. wodurch sie nur noch Blätter bis ca. 110 cm  abreißen. Bei den Jungtieren gibt es ab und zu eines welches sich hinstellt, und dann auch höher kommt, vor allem wenn es sich abstützen kann. (Bsp. Maschdrahtzaun)

Zum Rindenverbiss können wir sagen das wir sie Regelmäßig im Sommer mit Blättern und Ästen füttern, und das wir bis auf ein kleines 2 cm Rinden Stück bei einem Haselzweig (was vermute ich vom scharren mit den Hufen abgerissen wurde), nie Schäden an der Rinde von Ästen und Bäumen gesehen haben. (auch nicht bei wenig Futter oder im Winter) Das Gebiss scheint mir auch anders als bei den Shetlandschafen, als das es ihnen schwerer fällt ihre Kiefer zu verschieben, und die Zähne dadurch an die Rinde zu drücken. Auch wenn sie mit den Shetlandschafen zusammen standen, haben sie sich das schälen nicht ab geschaut.

Die Shetlandschafe schälen die Rinde hingegen binnen Stunden und können sich auch gut auf 2 Beine stellen.

Alles in Allem, sind unsere Southdownschafe (auch die 3 Böcke) von sehr ruhigem Gemüt und leicht im Umgang. Ihre Wolle ist relativ kurz sehr weich und ein bisschen gummiartig nach dem verspinnen. Filzen lässt sie sich überhaupt nicht, dafür ist sie ein wunderbares Füllmaterial für Kissen und anders, eben weil sie nicht filzt. Das scheren von Hand war relativ schwer weil die Wolle teils so dich war, das wir mit der Schere kaum rein kamen.

Unsere beiden Shetlandschafe sind viel wilder, und im insgesamt ein bisschen sauberer und gesünder, was Hufe, Hintern und Verdauung angeht. Sie sind definitiv leichter im Gewicht und das Scheren ging auch viel Schneller, weil die Wolle nicht ganz so dicht war, bzw. das eine Schaf sie von selber abstößt. Die Wolle fühlt sich je nach Schaf genauso weich an wie von den Southdowns, ist aber länger und lässt sich dadurch leichter verspinnen, hat nicht das lustige Gummi gefühl, und lässt sich auch gut verfilzen.