Vorteile von Waldgärten

Durch den stockwerkartigen Anbau auf mehreren Etagen wachsen viele verschiedene Pflanzen zusammen und können sich gegenseitig unterstützen. Es entsteht ein strukturreicher Raum mit unterschiedlichen Kleinklimata, die auch den Anbau sehr wärmebedürftiger Pflanzen bzw. sehr schatten- und feuchtigkeitsliebender Kulturen wie z.B. Pilzen auf einer Fläche ermöglichen.

Diese Strukturen dienen gleichzeitig als Lebensraum für Wildtiere (Vögel, Kleinsäuger, Kriechtiere, Insekten) und fördern damit die Artenvielfalt. Die Wildtiere schützen ihrerseits wieder die Pflanzen, weil sie viele unserer „Nahrungskonkurrenten“ wie z.B. Nacktschnecken oder Raupen fressen.

Im etablierten Waldgarten lebt eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten in einem ökologischen Gleichgewicht, was die Gesundheit der Pflanzen fördert.

Der Garten wird so angelegt, dass Sonneneinstrahlung und Regen optimal genutzt werden.
Durch die Bodendeckung ist die Verdunstung gering, der Boden bleibt länger feucht, es wird weniger Wasser zum Gießen benötigt.

Bei guter Pflege des Gartens und regelmäßiger Ernte kann auf einer kleinen Fläche eine große Vielfalt an Nahrung und ein hoher Ertrag erwirtschaftet werden.
Durch die Arbeit mit mehrjährigen Nahrungspflanzen benötigt der etablierte Waldgarten im Vergleich zu einem Feld mit einjährigen Kulturen, das jedes Jahr unter hohem Energieaufwand gepflügt und gedüngt wird, weniger Energie-Input für die gleiche Menge Nahrung.

Durch die ständige Bodenbedeckung und die Arbeit mit stickstoffixierenden Gehölzen kann sich eine besondere Bodenfruchtbarkeit aufbauen. Dabei wird der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen und Kohlenstoff im Boden eingelagert, die so den Hummusaufbau verstärkt.